Erntedank-Workshop

Passender hätte der Termin kaum sein können: Am Sonntag, den 27. September 2026, pünktlich zum Erntedankfest, kamen Naturbegeisterte im MITTENDRIN in Zwönitz auf ihre Kosten. Unter fachkundiger Leitung von Peggy Hauser lernte die gemütliche Runde, wie man die berühmte Ringelblumensalbe ganz einfach selbst herstellt.

Calendula officinalis ist der botanische Name für die Ringelblume, eine bekannte Heil- und Gartenpflanze.

Schon beim Zupfen der leuchtend gelb bis orangefarbenen Blütenköpfe entwickelten sich erste Gespräche. Die Stimmung war herzlich: Eine Teilnehmerin war zum allerersten Mal im MITTENDRIN, eine andere hatte ihre 14-jährige Tochter dabei – und deren Begeisterung bewies, dass traditionelles Kräuterwissen auch Jugendlichen richtig Spaß macht.

Dabei trifft hier Wissenschaft auf jahrhundertealte Tradition.
Historisch erwähnt hat Schon Hildegard von Bingen die Heilkraft der Ringelblume, die sie sie im Mittelalter bei Hautproblemen einsetzte. Nach der alten Signaturenlehre deutete die sonnige, orange Farbe darauf hin, dass die Pflanze das „Feuer“ (Entzündungen) aus der Haut ziehen kann.

Heute ist die Wirkung auch wissenschaftlich belegt. Enthaltene Flavonoide und Carotinoide (wie Betacarotin) wirken antibakteriell und fördern aktiv die Hautregeneration bei Schürfwunden oder trockenen Stellen.

Während das wertvolle Olivenöl und das schützende Bienenwachs als Salbenbasis fleißig auf den Herdplatten köchelten, regte das gemeinsame Rühren auch die Kreativität an. Schnell entstanden Ideen für weitere Naturkosmetik wie Lippenbalsam, Pflegeöle oder Seifen. Am Ende des Nachmittags ging jeder stolz mit einer eigenen, frisch abgefüllten Dose Ringelblumensalbe nach Hause.