Am 27. Januar 2026 fand in Zwönitz die jährliche Gedenkveranstaltung anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Wie in jedem Jahr wurde am Vormittag gemeinsam innegehalten, erinnert und der Opfer von Verfolgung, Entrechtung und Gewalt gedacht.
Die Gestaltung der Veranstaltung lag in diesem Jahr bei der Mittelschule Zwönitz. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b setzten sich gemeinsam mit ihrem Lehrer Michael Heinz intensiv mit dem Thema auseinander und präsentierten ein eindrucksvolles Programm. Im Mittelpunkt stand die Geschichte einer KZ-Überlebenden, die den historischen Rahmen bot und das Geschehen greifbar machte.
Besonders berührend war das durch Schüler selbst verfasste Gedicht. In klaren, eindringlichen Worten stellten sie Fragen nach Ausgrenzung, Angst, Verlust und Menschlichkeit – Fragen, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Immer wieder kehrte dabei die Frage zurück: Können wir fühlen, können wir verstehen?
Das Gedicht fragte eindringlich danach, wie es sich anfühlt, entrechtet zu werden, plötzlich ausgegrenzt zu sein, Nachbarn als Täter zu erleben, alles Vertraute zu verlieren – und wie es sich anfühlt, zu überleben. Zugleich richtete es den Blick auf die Gegenwart und endete mit einer mahnenden Frage: ob wir widerstehen würden, wenn sich Ausgrenzung und Hass erneut Bahn brechen.
Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, des Vereins Zwönitz Miteinander e. V., der Fraktion Die LINKE sowie der Fraktion Mit Mut für Zwönitz legten Gebinde nieder und brachten damit ihre Verbundenheit mit dem Gedenken zum Ausdruck.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, Erinnerungsarbeit auch und gerade mit jungen Menschen zu gestalten. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Mittelschule zeigte, dass Gedenken nicht nur Rückblick ist, sondern Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft bedeutet.
Der Verein Zwönitz Miteinander e. V. dankt allen Beteiligten – insbesondere den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7b und ihrem engagierten Lehrer – für dieses eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Gedenken.




