Wenn Essen Geschichte(n) erzählt

Wenn wir im Alltag etwas als „mies“, „dufte“ oder als „koscher“ bezeichnen
oder eine Situation „meschugge“ finden oder „Zoff“ mit dem Nachbarn haben,
nutzen wir ganz selbstverständlich Worte jiddischen oder hebräischen
Ursprungs – oft, ohne es zu wissen. Jüdische Kultur ist Teil unserer Sprache,
unserer Geschichte und unseres Zusammenlebens. Und doch ist sie in unserer
Region kaum sichtbar.
Wir freuen uns, mit Ralf Tröger, gebürtigem Zwönitzer und Küchenchef des
jüdischen Restaurants „Schalom“ in Chemnitz, einen besonderen Gast
gewonnen zu haben, der uns die jüdische Küche nahe bringt. Sie ist geprägt
von Tradition, Geschichte und gelebtem Alltag. Gemeinsam bereiten wir
jüdische Gerichte zu, probieren und erfahren dabei ganz nebenbei interessante
Details.

Bei dieser Veranstaltung treffen sogar zwei unserer Formate aufeinander:
„Blick über den Tellerrand“, wo Begegnung durch gemeinsames Tun
ermöglicht wird, und das „Zwönitzer Stadtgespräch“, bei dem Menschen
mit Bezug zur Stadt ihre Perspektiven teilen. So entsteht Raum für Austausch,
Fragen und persönliche Einblicke – unkompliziert und offen.
Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 6. Februar, 16.00 Uhr im
MITTENDRIN, Mühlberg 1 statt.
Der Termin ist bewusst gewählt. Im Umfeld des 27. Januar, des Gedenktags für
die Opfer des Nationalsozialismus, erinnert er an die Verbrechen und das Leid,
das Juden in Deutschland erfahren haben. Gerade deshalb lädt die
Veranstaltung dazu ein, jüdisches Leben nicht nur historisch, sondern ganz
konkret und gegenwärtig kennenzulernen – im Rahmen des Jahres der
jüdischen Kultur in Sachsen 2026. Dabei geht es um Begegnung im besten
Sinne: miteinander kochen, essen, sprechen und verstehen.
Oder, um es jüdisch zu sagen: Lasst uns „Tacheles“ reden – zugewannt,
bei gutem Essen am Küchentisch.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldung: miteinander.zwoenitz@posteo.de